WERK X
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Theater/Musiktheater
Künstler-Name:
WERK X
Erschlagt die Armen!
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Sub-Headline:
nach dem Roman von Shumona Sinha 
Bereich:
Sprechtheater
Bild:
Erschlagt die Armen!
Beschreibung:
Österreichische Erstaufführung

Aus dem Französischen übersetzt von Lena Müller
original © Éditions de l’Olivier, Paris, 2011

Inszenierung: Nina Kusturica
Bühne und Kostüm: Selina Traun
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf

Mit: Zeynep Buyraç, Veronika Glatzner, Oliver Huether

Bürokratische Apparate bergen das Potenzial zur Entmenschlichung. Der 2015 erschienene Roman „Erschlagt die Armen!“ („Assommons les Pauvres!“) macht eindrucksvoll deutlich, dass dies auch für das Asylsystem Europas gilt. Sie legt zugleich den tödlichen Zynismus offen, der den Umgang Europas mit Armut und Migration prägt.

Nina Kusturica wird in ihrer Inszenierung nicht nur die Konjunktur der Unmenschlichkeit in Europa zum Thema machen, auch der Machismo vieler Männer aus dem globalen Süden wird gebührende Erwähnung finden. Am Ende steht ein der Gegenwart angemessen düsteres Fazit, denn eine Lösung oder Verbesserung ist nirgendwo in Sicht. Alles steuert auf den großen Knall zu.

Bürokratische Apparate bergen das Potenzial zur Entmenschlichung. Das ist seit Franz Kafka und Hannah Arendt bekannt und von Menschheitsverbrechern wie Adolf Eichmann unter Beweis gestellt worden. Der 2015 erschienene Roman „Erschlagt die Armen!“ („Assommons les Pauvres!“) macht eindrucksvoll deutlich, dass dies auch für das Asylsystem Europas gilt. Am Beispiel Frankreichs zeigt Autorin Shumona Sinha nicht nur auf, dass „Menschenrechte nicht das Recht enthalten, dem Elend zu entkommen“, wie es im Roman heißt. Sie legt zugleich den tödlichen Zynismus offen, der den Umgang Europas mit Armut und Migration prägt.

Nina Kusturica wird in ihrer Inszenierung nicht nur die Konjunktur der Unmenschlichkeit in Europa zum Thema machen, auch der Machismo vieler Männer aus dem globalen Süden wird gebührende Erwähnung finden. Am Ende steht ein der Gegenwart angemessen düsteres Fazit, denn eine Lösung oder Verbesserung ist nirgendwo in Sicht. Alles steuert auf den großen Knall zu.

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